16.04.2009

Eigenverbrauch von PV-Strom

Das Bundesfinanzministerium hat eine Anweisung zur künftigen umsatzsteuerlichen Behandlung des Eigenverbrauchs an die obersten Finanzbehörden der Länder veröffentlicht. Die Anweisung, die am 1. April vorab veröffentlicht wurde, wird in Kürze im Bundessteuerblatt veröffentlicht und somit zu verbindlichen Vorgabe für alle Finanzämter in Deutschland.

Die Anweisung enthält folgende Eckpunkte (Auszug):

  • Ein Anlagenbetreiber kann unabhängig davon, wo der Strom tatsächlich verbraucht wird und ob er für den Strom die volle Einspeisevergütung (43,01 ct/kWh) oder die Eigenverbrauchsvergütung (25,01 ct/kWh) erhält, die Photovoltaikanlage vollständig seinem Unternehmen zuordnen. Voraussetzung ist, dass die Anlage - unmittelbar oder mittelbar - mit dem allgemeinen Stromnetz verbunden ist (Ausschluss von Inselanlagen). Aus der Errichtung und dem Betrieb der Anlage steht dem Anlagenbetreiber daher gemäß Umsatzsteuergesetz der vollständige Vorsteuerabzug zu.

  • Umsatzsteuerrechtlich wird der gesamte vom Anlagenbetreiber erzeugte Strom an den Netzbetreiber geliefert. Soweit der Anlagenbetreiber den Strom direkt verbraucht und die Eigenverbrauchsvergütung in Anspruch nimmt, liegt umsatzsteuerrechtlich eine (Rück-)Lieferung des Netzbetreibers an ihn vor.

Die Anweisung wird rechtsverbindlich, sobald die Direktive im Bundessteuerblatt veröffentlicht ist.Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) wird in Kürze eine detaillierte Auswertung der neuen Regelung veröffentlichen und das Merkblatt zum PV-Eigenverbrauch auf Basis der BMF-Anweisung aktualisieren.Quelle: BSW Solar

Das Schreiben des Bundesfinanzministeriums als » Download